
Herzlich willkommen, liebe WG-Gemeinde, liebe Fans der Wrestling-Games zu der zweiten Ausgabe von Vintage Memories, der Retro-Rubrik innerhalb der WrestlingGames.de Community.
Dazu wünsche ich allen Mitgliedern und Lesern ein frohes neues Jahr und einen guten Start in 2014!
Nach dem Brückenschlag zu WWE 2K14, mit Wrestlemania - The Arcade Game, geht es in dieser Ausgabe um meine erste eigene Spieleerfahrung mit einem Wrestlingspiel. Der Titel deutet, wie in Episode 1, ebenfalls auf die größte Wrestlingveranstaltung des Jahres hin, verschlägt uns aber in das Jahr 1989. Es war das erste lizenzierte WWF-Spiel auf dem Nintento Entertainment System, kurz NES und das Zweite überhaupt nach MicroLeague Wrestling, welches beispielsweise auf dem C64 erschien.

Es müsste in den letzten Monaten des Jahres 1990 gewesen sein, als mein Vater mir aus der Stadt ein NES mitgebracht hat. Ich war ahnungslos, total überrascht und außer mir vor Freude. Es war sicherlich als Vorweihnachtsgeschenk zu betrachten, dennoch durfte ich es sofort auspacken und anschließen. Mit dabei: Super Mario Bros.
Nach dem ultraschnellen Aufbau, schaltete ich das Gerät ein und wurde von meinem schwarz-weiß-Fernseher mit 8-bit Grafik erleuchtet. Ja ich hatte mit einem zarten Alter von sechs Jahren irgendwie schon einen eigenen Fernseher im Zimmer. Mein Bruder (der bereits zuvor schon länger ein NES hatte), gab mir dann WWF Wrestlemania aus seiner Spielesammlung. Hulk Hogan zerriss sein Shirt und poste in Hulkamania-Manier auf dem Cover zum Spiel.
Mit voller Erwartung und Spannung schob ich das Spiel in mein NES und wurde direkt von dem Intro geflasht. Super Mario Bros. lag erst mal in der Ecke, fand dann aber auch irgendwann zügig den Weg in mein NES. Hogan in 8-bit und das Entrance Theme von Bam Bam Bigelow eröffneten das Spekatakel und forderten zum Druck auf den Startknopf auf.

Ein Wrestlingspiel mit den bekannten Sounds aus dem Fernsehen war für mich damals schon einfach großartig. Doch was kam dann? Nachdem im Menu dann der Name des Spielers eingegeben werden konnte, hatte man unter anderem die Wahl an einem Turnier mit sechs Wrestlern teilzunehmen. Folgende Wrestler standen zur Auswahl:
- Hulk Hogan
- André the Giant
- "Macho Man" Randy Savage
- The Honky Tonk Man
- Bam Bam Bigelow
- "The Million Dollar Man" Ted DiBiase






Nachdem ich mich meistens für den Hulkster entschied, fing der Kampf auch schon an. Der Ring kam quasi von der Hallendecke geflogen, die Wrestler standen bereits im Ring und im oberen Bereich des Bildschirms konnte man die Statusleisten der Wrestler im Auge behalten. So hatte man alles kompakt auf einem Schirm. Dazu gab es sogar die Themes der Wrestler in typischer NES-Manier.


Dass es aus heutiger Sicht eines der wohl schlechtesten Wrestlingspiele überhaupt ist, bemerkte ich damals noch nicht so wirklich. Warum auch? Es gab ja zu dem Zeitpunkt nichts Besseres. "Pro Wrestling" war wohl ein Referenztitel aber das kannte ich nicht und die WWF Lizenz machte bei mir stimmungstechnisch schon einiges aus.
Da das NES nur zwei Knöpfe auf dem Controller hatte, konnte man auch nicht viele Moves und Variationen erwarten. Was uns aber hier geboten wurde, war mehr als minimalistisch. Es fühlte sich eher wie ein Prügelspiel, als ein Wrestlingspiel an. Schläge, Tritte und ein Headbutt gab es im Stehen, ein Sprung vom Top-Rope und ein Bodyslam. Aber auch den konnten z.B. Bam Bam und der Honky Tonk Man nicht ausführen. Warum auch? Ist ja nur ein Standardmove dieses Sports. Interessant ist aber, dass der Hulkster als Einziger in der Lage war, den Riesen, André the Giant auf die Bretter zu hämmern. Zudem konnte z.B. der "Macho Man" einige Back-Elbows verteilen, sobald ein Gegner hinter Ihm stand.


Verteilte man einige Angriffe, wurde der Gegner rot und flimmerte. Das veranschaulichte dann seine Wut. Die Energie konnte man mit Hilfe von Symbolen wieder auffrischen, die man im oberen Bereich des Ringes aufsammeln konnte. Die Symbole waren an die Wrestler angelehnt, denn so z.B. half dem Honky Tonk Man seine Gitarre und Bam Bam's Energie wurde von dem Flammen wieder aufgetankt. War die Energie am Ende, konnte man sich zum Pin auf den Gegner schmeißen. Eine Kickout-Chance hatte man nicht. Das Match war also wie in Episode 1 der Vintage Memories, mit dem Ende der Energieleiste beendet.



André war meist der letzte Gegner in dem Turnier und auch dementsprechend schwer zu besiegen. Hatte man dies aber geschafft, durfte man sich WWF Champion nennen.

Das Spiel war für die damaligen Verhältnisse sehr spaßig, bot aber im Endeffekt nicht viel. Wenn man sich die Spiele auf der SNES Generation ansieht, weiß man, was noch alles möglich wurde. Auf dem NES gab es unter den WWF Spielen in Sachen Gameplay meist nicht viel Änderungen. Dort war man doch sehr limitiert. Dennoch hat WWF Wrestlemania mir eine tolle Zeit beschert, die ich nicht missen möchte. Damals war ich natürlich, wie die meisten anderen auch, ein absoluter Hulk Hogan Fan und wenn der Hulkster schon so impulsiv auf dem Cover sein Shirt zerreißt und noch das Hauptmenu verziert, kann es ja nur gut werden. Dennoch gab es die bereits angesprochenen Schwachpunkte. Limitierte Moves, wenig Möglichkeiten und eigenartige Laufanimationen im Ring sorgten für Frust.
Als Einstieg in die WWF-Videospiel-Welt war es aber im Großen und Ganzen in Ordnung.

In-die-Luftspring-Note:3
Controller-Wegwurf-Potential:60%
Gesamteindruck: 3-
Kommen wir auch nun langsam zum Ende der zweiten Ausgabe von Vintage Memories. Ich hoffe Sie hat Euch auch diesmal gefallen! Ich würde mich freuen, wenn Ihr Eurer Meinung zu dem Projekt, den Inhalten, sowie auch Eure Erinnerungen an die Spiele hier postet. Ich hoffe, Ihr seid bei der nächsten Ausgabe Anfang Februar auch wieder dabei. Bis zum nächsten Mal!
Vielen Dank noch für die Grafikvorlagen an Nickofdoom (http://nickofdoom.deviantart.com/) und Crocodog
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