
Auch in diesem November lässt THQ die Wrestler der WWE auf die deutschen Videospielkonsolen los und macht diesmal auch nicht Halt vor der Xbox 360, auf der die SmackDown!-Reihe in diesem Jahr zum ersten Mal gastiert. Wir schauen uns die Xbox-360-Version genauer an und beurteilen, ob das Spiel den hohen Erwartungen der Fans gerecht wird.
Gameplay - Das spielt sich so frisch!

Schon im Juni diesen Jahres kündigte Yuke's eine grundlegend neue Steuerung für die SmackDown!-vs.-Raw-Serie an. Während man in den Vorgängern die Grapples über die O-Taste steuerte, wurde das neue Steuerschema komplett auf die Analog-Sticks umgebaut. Drückt der Spieler den rechten Analog-Stick in eine der vier möglichen Richtungen, setzt das virtuelle Konterfei einen Quick-Grapple an. Drückt man jedoch zusätzlich zu den vier verschiedenen Richtungen die RB-Taste, gehen die Wrestler in die so genannte Strong-Grapple-Haltung. Von dieser Haltung aus hat man, je nach Richtung, weitere Moves zur Auswahl. Obwohl Yuke's das Steuerschema auf die Analog-Sticks umprogrammiert hat, ähnelt das System der bisherigen SmackDown!-Steuerung.
Wirklich neu sind jedoch die Ultimate-Control-Moves. Drückt man während der Strong-Grapple-Haltung den rechten Analog-Stick in den Controller, so setzt der Wrestler zu einem steuerbaren Move an. Die Ultimate-Control-Moves unterscheiden sich von den normalen Moves dahingehend, dass man die volle Kontrolle über die jeweilige Aktion hat, so dass ihr bestimmen könnt, ob ihr zwei oder drei Powerbombs in Folge austeilen oder an welcher Stelle ihr den Gegner per Chokeslam aus dem Ring werfen wollt.
Die neue Analogsteuerung sorgt dafür, dass sich SmackDown! vs. Raw 2007 anders als seine Vorgänger spielt. Während die Steuerung anfangs noch schwerfällig von der Hand geht, entwickelt sich im Laufe der Einarbeitungszeit eine innovative Routine. Während die Kontertasten auf den beiden Triggern liegen, korrigiert man den richtungweisenden Spielerindikator über die Select-Taste, wobei es schon einmal passieren kann, dass man in heißen Gefechten erst umständlich nach der Select-Taste greifen muss. Dies ist letztendlich aber der einzige negative Punkt bei der neu belegten Steuerung. Wer sich nicht an das Analog-Schema gewöhnen möchte, kann die Steuerung jedoch auch an die vorherigen SmackDown!-Teile anpassen.
Hotspots – Fast wie im Film
Die auffälligste Neuerung im aktuellen Teil der SmackDown!-Serie sind ohne Zweifel die virtuellen Hotspots in den Arenen. In der gesamten Arena findet der Spieler 14 virtuelle Stellen, an denen er seinem Gegner in geskripteten Sequenzen, auf die er selbst Einfluss nimmt, zusetzt. Sobald der Spieler seinen Gegner in eine Strong-Grapple-Position nimmt, kann er diesen beispielsweise an die Ringseile ziehen. Was folgt, ist eine kurze Sequenz, in der der gespielte Wrestler seinen Gegner auf die Seile setzt. Mittels des Analogsticks bestimmt der Spieler im folgenden Verlauf, wie stark man dem auf dem Seil sitzenden Gegner zusetzt.

Weitere Hotspots verbergen sich zum Beispiel am Kommentatorenpult, unter dem sich ein Kabel befindet, mit dem man seinen Gegner strangulieren kann. Die Stärke der Strangulation bestimmt der Spieler dabei über die Intensität der Analog-Stick-Bewegung. Unter den 15 Hotspots verstecken sich imposant in Szene gesetzte Manöver, welche die Gesundheit des Gegners drastisch verschlechtern. Egal, ob man dem Gegner via Hotspot in der Ringecke mit Schlägen zusetzt oder diesen mit dem Kopf auf die Ringtreppe schlägt, die Hotspots bieten WWE-TV-Flair.
Neben den Hotspots wurde die Arena ebenfalls um einen Bereich in den Zuschauern erweitert. So hat der Spieler die Möglichkeit, seinen Gegenüber in einen abgesperrten Bereich zu werfen, in dem weitere sechs Hotspots und zahlreiche Waffen vorzufinden sind. Natürlich darf in diesem Bereich auch mit den Fans interagiert werden, deren Schilder man zerreißen oder hochhalten kann. Das Highlight in diesem abgesperrten Bereich bildet jedoch eine Stahlkonstruktion, von der man einen waghalsigen Sprung wagen darf.
Matcharten – Altbacken wie ein alter Keks...

Bei den Matcharten war Yuke's in diesem Jahr sehr sparsam. Als einzige neue Matchart gesellt sich das Money-in-the-Bank-Laddermatch zur umfangreichen Liste hinzu. Das Ziel dieser Matchart besteht darin, einen an der Hallendecke hängenden Koffer per Leiter zu ergattern. Dabei wurde auch ein komplett neues Leitermatch-Konzept entwickelt. So greift der Spieler über den linken oder rechten Analogstick nach dem Titel. Hält er diesen in seinen Händen, muss er den jeweiligen Analogstick solange bewegen, bis er den „Hotspot“ findet. Sobald er diesen Punkt erreicht hat, beginnt der Controller leicht zu vibrieren. Die Aufgabe des Spielers besteht nun darin, den Stick in dieser Position zu halten, bis eine Leiste, in Form des Geldkoffers, geleert wurde. Das gleiche System wurde auch für das normale Leitermatch verwendet, in dem jedoch ein Gürtel über dem Ring hängt.
Selbst wenn es keine weiteren neuen Matcharten gibt, hat Yuke's die existierenden verändert. So wurde das Tisch-Match dahingehend ausgebaut, dass man zwei Tische übereinander stapeln kann und der Gegner nicht mehr so leicht durch einen Tisch geworfen wird. Der Parking-Lot-Brawl wurde ebenfalls komplett neu gestaltet. Während es früher nur einfache Autos in diesem Areal gab, geben sich diesmal vom Feuerwehrwagen bis hin zum Müllwagen verschiedene Fahrzeuge die Ehre, die alle unterschiedliche Fähigkeiten offenbaren. Während man den Kran des Feuerwehrwagen ausfahren kann, versteckt sich der Boogeyman im Kofferraum des Leichenwagens und erschreckt die Wrestler. Das Ziel, den Gegner KO zu schlagen, erreicht man nur mithilfe der Fahrzeuge. Ebenfalls neu gestaltet wurde der Bar-Brawl, der dieses Jahr jedoch weniger interaktiv ausgefallen ist. Während die Umgebung zwar schöner aussieht, gibt es nur wenige Punkte, die eine Interaktion des Spielers erlauben.
Roster und Legenden – It`s just Perfect

Einer der größten Kritikpunkte in jedem Jahr ist das Roster. Selten zuvor war ein SmackDown!-Roster jedoch so aktuell wie im neusten Ableger der Serie. Viele WWE-Newcomer wie Mr. Kennedy, The Great Khali, The Boogeyman, Bobby Lashley oder Super Crazy feiern ihr SmackDown!-Debüt. So aktuell das Roster letztendlich aber ist, so veraltet ist das Erscheinungsbild einiger Wrestler. Obwohl Booker T seit über sechs Monaten in seinem neuen „King Booker“-Gimmick auf dem Bildschirm zu sehen ist, präsentiert uns Yuke's sein altes Gimmick.
Unverständlich ist auch die Tatsache, dass beispielsweise die Tag-Team-Champions von SmackDown!, Kendrick und London, fehlen, obwohl Letzterer im Vorgänger noch vertreten war. Um über diesen Umstand hinwegzutäuschen, hat man wohl die Rostereinteilung auf dem Stand vor WrestleMania belassen. So tragen MNM immer noch die SmackDown!-Tag-Team-Gürtel, während Big Show und Kane als World-Tag-Team-Champions das Fehlen der Spirit Squad kaschieren.
Bei den Legenden hat Yuke's sich jedoch richtig ins Zeug gelegt. Neben alten Bekannten wie Bret Hart, Steve Austin oder The Rock tauchen viele neue Legenden im Spiel auf. So bekommen Mr. Perfect, Bam Bam Bigelow, Dusty Rhodes, Shane McMahon und Tazz ihre ersten Auftritte als Legenden in der SmackDown!-Reihe. Dabei wurde erneut sehr viel Wert auf ein authentisches Aussehen und einen originalgetreuen Entrance gelegt. Fragen wirft jedoch der Einmarsch von Bam Bam Bigelow auf, bei dem schlichtweg die Einlaufmusik weggelassen wurde.
Der Storymode – Liebe, Betrug und Eifersucht
Seit der Einführung der Wrestlerstimmen im Storymode fordern Fans mehr Innovation. So real der Story-Mode auch dadurch, dass die echten Stimmen der Wrestler zu hören sind, wirkt, so linearer war er leider in den beiden Vorgängern. Dies ändert sich in diesem Jahr letztendlich auch nur minimal. Um die Handlung voranzutreiben, dient die eigene Umkleidekabine. In dieser erhält der jeweilige Spieler Sprachnachrichten oder kann Informationen über eine fiktive WWE.com-Homepage nachlesen, die Hintergrundwissen zu den einzelnen Geschichten im Story-Modus vermittelt und ihn um Einiges komplexer macht.
Leider muss man hierbei aber sagen, dass es weitaus weniger Zwischensequenzen als im letzten Jahr gibt. Während im Vorjahr nach jedem Match und jeder Show eine große und ausführliche Sequenz folgte, wartet man nun oft vergeblich auf Videos. Teilweise kommt es dem Spieler so vor, als würde er nur noch Matches spielen ohne feste Storyline. Wenn dann jedoch Zwischensequenzen einsetzen, sind die Sprachschnippsel der Wrestler erstklassig und machen die Präsentation bei den Videosequenzen in diesem Jahr noch realistischer als sonst.
Glücklicherweise ist der Story-Modus auch länger als zwei Jahre spielbar. Neu ist auch die Möglichkeit, den Story-Modus mit zwei Personen zu spielen. Vor jedem Match kann man über den Multiplayer-Button einen Freund ins Spiel einsteigen lassen – ein Wunsch, der vielen SmackDown!-Fans seit Jahren auf der Seele lag.
Wie viele verschiedene Geschichten auf den Spieler warten, können wir an dieser Stelle leider nicht sagen. Zwei Jahre könnt ihr jedoch spielen, ohne Wiederholungen zu erleben. Laut THQ sollen sich jedoch weit mehr als 40 individuelle Storys im Spiel befinden.
Create a ....... – Weniger ist oft mehr

Seit „Here Comes The Pain“ präsentiert uns Yuke's die gleichen Texturen im Create-a-Wrestler-Modus. Zwar wurden in jedem Jahr einige neue Texturen ins Spiel integriert, jedoch stammten 90% der Kleidungsstücke aus dem angesprochenen Teil. Dies hat sich nun radikal geändert, da Yuke's den CAW-Modus mit neuen Gegenständen aufgefüllt hat. So finden sich zwar auf der Xbox 360 weniger Kleidungsstücke, Masken und Haarteile als in SmackDown! vs. Raw 2006 im Spiel, diese sind jedoch um Einiges hochwertiger als im Vorgänger.
Neu eingebaut wurde auch der „Stylize“-Button für jeden Gegenstand. So ist es möglich, die Hose auf „halb acht“ zu ziehen oder das Hemd in die Hose zu stecken. Durch den „Stylize“-Button bekommt jedes Kleidungsstück einen individuellen Touch. Anders als im letzten Jahr hat der Spieler nun die Möglichkeit, zwischen festen Farben für seine Gegenstände auszuwählen, und muss diese nicht mehr selbst mischen. Natürlich hat Yuke's immer noch die Möglichkeit der Farbmischung und Intensität gelassen, jedoch wurde eine gute Alternative eingebaut.

Auch der Create-a-Belt-Modus wurde erweitert. So ist es in diesem Jahr erstmalig möglich, einen drehenden Gürtel („Spinner“) für seine Wrestler zu erstellen. Diesen kann man dann beim Einmarsch mithilfe der Schultertasten drehen lassen. Anders als im Vorgänger ist man ebenfalls nicht mehr auf die skurril wirkenden Center-Piece-Stücke angewiesen. Dies ist positiv zu vermerken, da sehr viele Originaltitel diverser Ligen im Spiel zu finden sind, die man ohne Center-Piece in ihrer ganzen Pracht genießen kann.
Erweitert wurde auch die Erstellung eines eigenen Einmarsches. Wie im Vorgänger hat man zwar noch die Möglichkeit, zwischen der einfachen und erweiterten Erstellung, jedoch weist der Fortgeschrittenen-Modus viele Verbesserungen auf. So ist es möglich, die Pyro-Effekte punktgenau via Buttondruck zu starten. Zur Auswahl stehen dabei neben den Pyro-Effekten der echten Wrestler auch unzählige neue Effekte. Dasselbe gilt für die eigentlichen Einzugssequenzen. Hier hat Yuke's – verschleiert unter den Movesets 1-19 – die Einmärsche bekannter Wrestler wie Chris Jericho versteckt, der so in seiner bekannten Art und Weise im Spiel auftritt.
Challenges und GM-Modus
Die Challenges gehören mittlerweile zum festen Bestandteil der SmackDown!-Reihe. In diesem Jahr hat der Spieler die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die es jedoch alle in sich haben. Anders als im letzten Jahr gelingt eine Challenge selten auf Anhieb. Die Gegner sind nicht nur intelligenter, sondern kontern auch fast jeden Angriff. Normalspieler werden hier definitiv ihre Probleme haben.

Der GM-Modus, der im letzten Jahr sein Debüt feierte, ist ebenfalls wieder vertreten. Nachdem der Modus im letzten Jahr nur ein Test war, hat sich Yuke's in diesem Jahr mehr Mühe gegeben. Leider fehlen zwar immer noch Videosequenzen, die die Handlung vorantreiben, dafür gibt es unzählige Verbesserungen. So hat der General-Manager die Chance, seine Wrestler in Shows wie Heat oder Velocity aufzubauen und deren Status auf einer fiktiven Top-25-Liste im Auge zu behalten. Ebenfalls kann der Spieler nun neue Handlungsstränge von Schreibern kaufen und diese je nach Fehde einsetzen. Die Schreiber in diesem Modus tragen übrigens die Namen der THQ-Mitarbeiter wie Corey Ledesma. Neu ist ebenfalls die Möglichkeit, die Matches selbst zu spielen und so den Gewinner zu bestimmen. Vorbei sind die Zeiten der ungewissen Fehden.
Next-Gen: Nur teilweise
Dass SmackDown! vs. Raw 2007 für verschiedene Plattformen entwickelt wurde, merkt man der Xbox-360-Version leider an. Anders kann man sich nicht erklären, warum die Möglichkeiten der Konsole nicht komplett genutzt wurden. So fehlt die von der Festplatte geladene individuelle Einlaufmusik, obwohl alle bisherigen Xbox-Wrestlingspiele diese Funktion enthielten. Die Xbox 360 wäre die perfekte Plattform gewesen, um selbst erstellte Kämpfer mit eigenen Melodien zum Ring zu schicken.
Außerdem scheint das Roster für den Platz der 360-DVD ein wenig zu klein zu sein. Ebenso fehlen bisher jegliche Anzeichen auf Erweiterungen, die man sich über den Xbox-Live-Marktplatz herunterladen könnte. Wenn man die Möglichkeiten einer Next-Gen-Konsole zur Hand hat, sollte man diese auch zu ausnutzen.

Dass es sich um einen Next-Gen-Titel handelt, merkt man jedoch deutlich an der Grafik des achten SmackDown!-Teils, der die Grafik der PS2 verblassen lässt und dafür die Grafikpower der Xbox 360 ausnutzt. So beginnen die Wrestler in den Matches immer stärker zu schwitzen, was durch die unterschiedlichen Licht- und Schatteneffekte sehr imposant dargestellt wird. Dasselbe gilt für die eigentlichen Wrestler, die bis auf wenige Ausnahmen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich sind.
Ärgerlich ist ebenfalls die Tatsache, dass der Spieler auf einer Next-Gen-Konsole mit Animationen aus den ersten SmackDown!-Teilen, die noch auf der ersten PlayStation veröffentlicht wurden, konfrontiert wird. So gibt es unzählige Aktionen, die schon vor Jahren nicht mehr gut aussahen. Schließlich passt es nicht wirklich ins Bild, wenn der nun glatzköpfige Kane eine Animation besitzt, in der er sich die nicht mehr vorhandenen Haare aus dem Gesicht wirft. Ebenfalls wurden viele der wichtigen Moves der letzten Teile aus dem Spiel geworfen. Meist genau jene, die man in diesem Teil endlich gebraucht hätte wie der zweihändige Chokeslam, den gleich drei Wrestler als Finisher benutzen könnten.
Bugs, lästige kleine Viecher
Was könnte eigentlich die höchste SmackDown!-Wertung der letzten Jahre verhindern? Genau, die lieben Bugs in SmackDown! vs. Raw 2007, die in diesem Jahr leider dafür sorgen, dass einige Modi unspielbar sind. So ist es nicht möglich, einen selbst erstellten Titel zu verteidigen. Sobald der Champion mit dem Titel die Halle betreten will, zeigt sich dem Spieler ein schwarzer Bildschirm. Ärgerlich ist dabei die Tatsache, dass der Titel beim Neustart der Konsole verloren geht und das ausgegebene Geld für den Titel nicht erstattet wird.
Überspringen kann man den Einmarsch zwar, jedoch taucht der Bug spätestens bei der Siegessequenz wieder auf. Letztendlich ist davon auch der Create-a-PPV-Modus betroffen, in dem man keine selbst erstellten Titel verteidigen kann. Somit ist es in diesem Jahr nahezu unmöglich, ein wichtiges Feature des Spiels zu benutzen.
Fehler gibt es jedoch nicht nur in diesem Modus, sondern auch bei Tag-Team-Kämpfen, in denen immer nur ein Partner angesagt wird. Dass die Kommentatoren die falschen Wrestler im Ring nennen, ist dabei ein Problem, dass man leicht übersehen kann. Trotzdem wurde auch hier an sehr vielen Stellen geschlampt. So werden falsche Aktionen, falsche Waffen oder falsche Wrestler als Akteure im Ring genannt.

Ärgerlich ist ebenfalls die Tatsache, dass die Wrestler beim Money-in-the-Bank-Leitermatch beim angesetzten Finisher auf die Leiter teleportiert werden. Vermutlich wurde an dieser Stelle einfach vergessen, eine Sequenz ins Spiel einzubauen, die den Wrestler beim Hochklettern der Leiter zeigt. Stellenweise scheint es fast so, als wäre das Spiel mitten aus der Beta-Testphase gerissen und in den Verkauf gestellt worden. Anscheinend gibt es jedoch auch Exemplare, in denen nicht alle oder sogar überhaupt keine Bugs auftreten. Einen Fehler in der Produktion können wir daher zurzeit nicht völlig ausschließen.
Online-Modus
Nachdem der Online-Modus auf der PS2 aufgrund von vielen Verbindungsabbrüchen ein Reinfall war, glänzt der Modus via Xbox Live umso mehr. In diesem Jahr haben die Spieler erneut die Möglichkeit, ihre selbst erstellten Titel online zu verteidigen – was natürlich aufgrund des oben beschriebenen Bugs nur selten gelingt –, ein Ranglisten-Match zu spielen oder ein normales Spiel zu wagen. Beim Ranglisten-Spiel kann der Spieler Punkte sammeln, die je nach Matchart bestimmt werden. Setzt der Spieler zum Beispiel mehrere Finisher ein, fällt die endgültige Punktzahl höher aus. Alle Werte innerhalb eines Matches können die Punktzahl bestimmen.
Die meisten Matcharten, die man offline spielen kann, sind online ebenfalls enthalten. In den von uns gespielten Matches erreichten wir zwar nie eine optimale Verbindung mit Onlinespielern, können aber auch nicht großartig meckern. Meist gab es etwa eine Sekunde Verzögerung, womit man aber trotzdem noch sehr gut spielen kann. Eingebaut wurde auf der Xbox 360 ebenfalls die Möglichkeit des Sprachchats. So kann man sich mit seinen Gegnern vor dem Match unterhalten. Man muss jedoch auch anmerken, dass die Online-Matches nicht fairer als auf der PS2 ablaufen. Immer noch wählen viele Spieler die Ultra-Heavyweights, die fast unbesiegbar erscheinen.
Fazit
SmackDown! spielt sich anders als früher. Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass SmackDown! vs. Raw 2007 das beste SmackDown!-Gameplay seit Jahren bietet. Die Steuerung wurde zwar nur geringfügig verändert, bietet dem Spieler aber trotzdem eine komplett neue Erfahrung. Leider muss man jedoch auch zugeben, dass die SmackDown!-Reihe langsam neue Innovationen benötigt. Eine neue Matchart pro Jahr ist einfach zu wenig, selbst wenn alte Matchkonzepte überarbeitet werden. Die Ultimate-Control-Moves sind eine der revolutionärsten Neuerungen seit Jahren und sollten von Yuke's für alle Moves verwendet werden. Eine höhere Bewertung von SmackDown! wird letztendlich nur durch die Bugs und fehlende Innovationen verhindert. Es darf einfach nicht passieren, dass ein Spiel und bestimmte Modi aufgrund von Bugs unspielbar werden. Trotzdem hat Yuke's den ersten Schritt in die neue Generation mit toller Grafik und einer erstklassigen Präsentation geschafft. Hoffen wir darauf, dass wir im nächsten Jahr einen reinen Next-Gen-Titel sehen, der die Vorzüge der neuen Konsolen unterstützt.
Unsere Wertung
- Gameplay
- 9
- Präsentation
- 9
- Umfang
- 9
- Größtenteils aktuelles Roster
- Hotspots
- Ultimate-Control-Moves
- Mehrspieler-Story-Modus
- Hervorrangende Grafik
- Veraltetes Erscheinungsbild einiger Wrestler
- Viele Bugs
- Nur eine neue Matchart
- Next-Gen-Möglichkeiten werden nicht ausgenutzt
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