EA Sports UFC 2:Erstes Preview von MMAjunkie.com

Die Kollegen von MMAjunkie.com konnten einen ersten Blick auf EA Sports UFC 2 werfen und haben dafür ein umfangreiches Hands-On hochgeladen, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen und hier für euch zusammenfassen.

Im Menü begrüßen uns diesmal Ronda Rousey und Conor McGregor, die Cover-Stars des neuen Ablegers. Bewegt man sich im Menü erkennt man sofort, dass die Modi-Anzahl aufgewertet wurde. Ein Turnier-Modus fehlt leider auch dieses Jahr, dafür kann man sich seine eigenen Events inkl. Fight Cards bauen, UFC Ultimate Team spielen oder im KO-Modus ein schnelles Spiel starten.

Das Roster wird in EA Sports UFC 2 in 10 (!) Gewichtsklassen aufgeteilt, sodass es gar nicht so einfach ist sich einen Kämpfer auszusuchen, weil die Vielfalt so groß ist. Im Vorgänger kam man inkl. den DLC-Charakteren auf ein Roster von rund 120 Fightern, was schon als groß betrachtet werden kann, doch UFC 2 fährt noch schwerere Geschütze auf und bietet dem Spieler die Auswahl aus 250 (!) Charakteren. Dort findet man natürlich bekannte Namen wie McGregor, Jon Jones und Anderson Silva, jedoch auch eher unerwartete Namen wie Clay Collard und Alexandra Abu, zudem wird sogar CM Punk im Spiel vertreten sein. 

Nach dem Bestätigen der traditionellen Einstellungen wie Schwierigkeit, Länge des Kampfes, Arena etc., wird man in der Halle von Mike Goldberg und Joe Rogan begrüßt. Die beiden erzählen viel über die Statistik und Hintergründe der antretenden Kämpfer, deren Einmärsche durch die Fans noch realistischer als zuvor aussehen. UFC 2 schafft es noch mehr Details darzustellen als der ohnehin schon grafisch superbe Vorgänger. Auffällig war jedoch, dass beide gewählten Fighter im Kampf der Tester in schwarz-weißen Reebok-Klamotten ins Octagon stiegen, wodurch die Tester darauf schließen, dass die Anzahl an Farben und Aussehen für Kleidung reduziert wurde.

Das Gameplay-Grundgerüst ist in UFC dasselbe wie im Vorgänger, man fühlt sich also direkt heimisch. Allerdings gibt es viele nützliche Verbesserungen und das Ground-Gameplay wurde komplett überarbeitet. Die Geschwindigkeit der Schläge und Kicks z.B. ist realistischer als zuvor und zehrt auch mehr an der Ausdauer, sodass ein "Spamming" nicht mehr so leicht möglich sein sollte. Man kann sich zwar immer noch in der Mitte des Octagons zum offenen Schlagabtausch via Button Smashing treffen, doch die taktische Tiefe im Finden einer Balance zwischen Angriff und Abwehr, Fußarbeit und gezielten KOs ist deutlich tiefer als im Vorgänger.

Die Charaktere verhalten sich dabei auch so wie ihre echten Ebenbilder, Schläge und Kicks z.B. fühlen sich einzigartig an und dies soll bei nahezu allen 250 Fightern der Fall sein. Während sich Almeida, einer der gewählten Fighter, eine Strategie für den Kampf zurechtlegen möchte, kassiert er ein paar leichte Treffer, die direkt für eine Schwellung am Auge sorgen. Während er harte Treffer landen will, kann sein Gegner Sterling ihn auskontern und mit einem Throwdown auf die Matte zwingen - das erste Ground-Gameplay des Spiels.

Beim Vorgänger wurde kritisiert, dass zum Einen die Takedowns schwer zu meistern waren, es dann aber noch schwieriger war, das Ground-Gameplay auch wirklich auf der Matte zu halten. Dies hat man deutlich aufgewertet indem man das System überarbeitet hat. Man kreist nun nicht mehr mit einem der Sticks für die Position, sondern drückt den Stick dafür nur noch in eine Richtung um eine Leiste aufzuladen. Genauer beschrieben wird das Prozedere im Hands-On nicht, jedenfalls haben sowohl der obere als auch der untere Superstar die Möglichkeit Griffe und Submissions anzusetzen, was jedoch auf Geschwindigkeit und Timing sowie den Kraftwert des Fighters ankommt.

Im gespielten Kampf war Sterling der klar überlegene Grappler, sodass er einen Kimura-Lock ansetzen konnte. Almeida jedoch hatte noch genug Ausdauer und Kraft um sich aus diesem zu befreien. Das Submission-Gameplay hat man 1:1 aus dem Vorgänger übernommen. Almeida kann sich mit einigen Moves dann aus der Umklammerung befreien und beide Stars kommen wieder in die stehende Position. Dort hämmert Almeida Sterling einige Leg Kicks vor das Bein, sodass dieser sich nur noch langsamer bewegen kann. Da es in diesem Spiel auch Leg TKOs gibt, ist es nun für Sterling an der Zeit diese Leg Kicks zu blocken um den Kampf nicht plötzlich zu verlieren, weil er bewegungsunfähig ist

Beim Blocken fühlt sich das Gameplay feinjustiert an. Blockt man z.B. die tiefen Tritte, gibt man seinen Kopf und Oberkörper frei. Im gespielten Fight z.B. blockte Sterling die Kicks an sein Bein, kassierte dadurch aber eine Knieattacke gegen den Körper und eine schnelle Kombination im Anschluss führte zum KO - einem KO, der sich einzigartig anfühlte und dem Spiel eine ganz neue Dramatik verpasst.

Die Knockouts sahen im Vorgänger ja alle vergleichsweise ähnlich aus, irgendwann hat man sich an den Animationen sattgesehen. Dies hat EA komplett überarbeitet, die KOs sind nun Physik-basiert und kein KO gleicht dem anderen. Sei es nun, dass die Fighter erst rücklings in den Käfig taumeln und dann zu Boden gehen, seitwärts umkippen, von den Beinen geholt werden - alles fühlt sich anders an. Um dies wirklich zu "prüfen", kann man ganz einfach den KO-Modus nutzen, indem es gar keine Grapplings gibt und in dem in einer Best-of-Five Serie z.B. jeder KO anders aussehen sollte, weil das Spiel ihn physikalisch korrekt berechnet.

Bei den Spielmodi hat EA auch die Finger nicht still gehalten und Verbesserungen eingebaut. Die Karriere z.B. fühlt sich durch das neue, viel größere Roster nicht mehr so öde an wie im letzten Jahr, wo man oft mit denselben Gegnern ins Octagon trat. Zudem kann man nun auch als weiblicher Charakter antreten. Zudem hat man das Training überarbeitet, die Zeit der immer gleichen Minispiele ist vorbei. Das Training möchte wohl dosiert werden, es kann Verletzungen und Erschöpfung zur Folge haben und sollte gerade vor Fight Nights gut dosiert werden. Für alle anderen gibt es den aus anderen EA-Titeln bekannten Ultimate Team Modus nun auch bei EA Sports UFC 2 und der Event-Modus mit den Traum-Matchcards zum Selberbauen sorgt für Langzeit-Spielspaß.

Weiteres Gameplay in Form von Videos und Screenshots und allgemeine Infos zum Spiel möchte EA in den kommenden Wochen veröffentlichen. MMAjunkie.com ist alles in allem zufrieden mit der Anspiel-Session, hat aber in den Stunden bei Weitem nicht alles gesehen, was das Spiel so bietet. EA Sports UFC 2 sei kein perfektes Spiel, was aufgrund der Komplexität des Sports auch nie erreicht würde, aber man nahm sich positivem wie negativem Feedback an und ist definitiv auf dem richtigen Weg einen deutlich verbesserten Nachfolger im Frühjahr 2016 auf den Markt zu bringen.

Das komplette englische Preview verlinken wir euch unten, Übersetzungs- und Interpretationsfehler können immer passieren und so könnt ihr selbst noch mal nachlesen.

27. Dezember 2015 - 9:52 Uhr | Daniel E-Mail