
Der WG.de-Jahresrückblick ist eine Serie mit mehreren regelmäßig erscheinenden Teilen auf unserer Startseite, in der wir die wichtigsten Ereignisse und Themen aus dem Jahr 2015 Revue passieren lassen möchten. Nachdem wir in den letzten Tagen bereits einige Worte über das Jahr 2015 in Sachen Wrestlinggames verloren haben, widme ich mich heute einigen allgemeineren Themen. Viel Spaß beim Lesen!
Vorab möchte ich gleich erwähnen, dass es natürlich nicht möglich ist, alles abzudecken, was im Jahr 2015 passierte. Daher werde ich mich auf einige Kernthemen spezialisieren, diese genauer beleuchten und gemeinsam mit euch Revue passieren lassen.
2015, ein Jahr, in dem die Terrorangst leider erschreckende Züge annahm, begann Anfang Januar direkt mit der ersten Schockmeldung. In Frankreich wurde das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ Ziel eines Anschlags der Al-Qaida, bei dem elf Menschen getötet wurden. Doch es sollte nicht der letzte Terrorakt in diesem Jahr bleiben …
Vorher kommen wir aber zum Februar, der ebenfalls nicht sonderlich positiv in Erinnerung bleiben wird. Der Ukraine-Krieg wurde immer mehr zum Thema der Weltpolitik und zahlreiche Großmächte wie Deutschland oder die USA mischten sich ein. Beruhigt wurde die Krise damit jedoch keinesfalls.
Sportlich gesehen gab es im Februar das Highlight für alle NFL-Fans, als die New England Patriots die 49. Super Bowl gewinnen konnten.
Auch im März kehrte weltweit keine Ruhe ein. Neben einem verheerenden Vulkanausbruchs in Chile, bei dem tausende Menschen ihr Hab und Gut verloren, ereignete sich die tragische Flugzeugkatastrophe der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen. Im Nachhinein wurde zudem bekannt, dass der Unfall bewusst durch den Co-Piloten herbeigeführt wurde.
Doch im März konnte das Jahr 2015 auch mit schönen Momenten auftrumpfen. Am 20. März ereignete sich auf den Färöer Inseln eine totale Sonnenfinsternis, dessen Spektakel auch bei uns teilweise sichtbar war. Zudem wurde der Österreicher Marcel Hirscher zum bereits vierten Mal in Folge Ski Alpin Gesamtweltcupsieger der Herren, während sich bei den Damen Landsfrau Anna Fenninger durchsetzen konnte.
Der April begann mit einer Aktion, die symbolisch für das ganze weitere Jahr stehen sollte. In Deutschland wurde ein Asylheim von rechtsextremen Tätern in Brand gesteckt und es wurde einmal mehr klar, dass Mitteleuropa geradewegs in auf ein großes Flüchtlingsproblem zusteuert.
Im April kam es zudem zu einer historisch wichtigen Handlung, als US-Präsident Barack Obama ein politisches Gespräch mit seinem kubanischen Kollegen Raul Castro (Bruder von Fidel Castro) führte. Es war das erste diplomatische Zusammenkommen seit dem Ende der kubanischen Revolution 1960.
Der Mai war der Monat, der das Herz aller Boulevard-Fans höher schlagen ließ. Prinz William und seine Ehefrau Catherine geben die Geburt ihres zweiten Kindes namens Charlotte Elizabeth bekannt.
Eine eher beunruhigende Meldung war die Reaktivierung des „roten Telefons“ seitens der NATO. Dieses Telefon war während des Kalten Krieges zwischen Westen und Sowjetunion benutzt, um kommunizieren und weitergehend den dritten Weltkrieg verhindern zu können.
Der Monat stand ebenfalls im Zeichen des 60. Eurovision Song Contests, der in Wien veranstaltet wurde. Während Deutschland genauso wie Vorjahressieger und Gastgeber Österreich punktelos blieb, gewann der Schwede Mans Zelmerlow mit dem Song „Heroes“.
Weichen wir mal von unserem Muster ab und beginnen den Juni mit einem nicht-politischen Thema: Der FC Barcelona gewann das UEFA Champions League Finale im Berliner Olympiastadion gegen Juventus Turin und war somit die erfolgreichste Vereinsmannschaft Europas 2015.
Zudem ereignete sich im Juni die berühmt berüchtigte Bilderberg-Konferenz, bei der sich das Stelldichein der Weltpolitik traf und unglaubliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Welchen Sinn diese Konferenz genau hatte, ist dem Autor dieses Artikels jedoch nicht wirklich klar … naja, gehen wir über zum TV-Thema des Jahres: Stefan Raab gab Mitte Juni das Ende seiner Karriere zum Jahresende bekannt. Zudem nahm die Flüchtlingskrise in Europa noch größere Züge ein, als Ungarn die Grenzen zu Nachbarland Serbien schloss.
Der Juli war sicher nicht der Lieblingsmonat von Angela Merkel, denn es wurde bekannt, dass die NSA bereits seit Jahren Telefongespräche der deutschen Kanzlerin abhörte.
Ebenfalls wurden sowohl im Syrien-Krieg als auch in der Flüchtlingsproblematik neue Kapitel aufgeschlagen, mit denen ich mich hier jedoch gar nicht näher befassen möchte. Dazu wurde bereits genügend geschrieben und diskutiert.
Im August jährte sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 70. Mal. Ebenfalls nahm das Flüchtlingsproblem in Österreich unerreichte Züge ein, als ein verlassener, abgeriegelter LKW mit 71 Leichen in seiner Tragfläche gefunden wurde. Es sollte sich später herausstellen, dass es sich um Flüchtlinge handelte, unter denen auch Kinder waren.
Auch der September war gezeichnet von der Flüchtlingskrise. Dänemark hinderte hunderte Syrer und Iraker daran, in ihr Land einzureisen bzw. nach Schweden durchzureisen. Daher wurden sowohl der Bahn-, als auch der Fährverkehr für einige Zonen gesperrt.
Ebenfalls wurden die Bewerberstädte für die Olympischen Sommerspiele 2024 bekanntgegeben: Hamburg, Los Angeles, Budapest, Paris und Rom.
Nicht zu vergessen ist der Abgasskandal von Volkswagen im September, der tagelang das Hauptthema in den Medien war und für VW enormen Schaden verursachte.
Der Oktober brachte uns die Erkenntnis, dass es in Afghanistan Spezialkräften gelungen war, die Stadt Kundus zurückzuerobern und somit ein kräftiges Lebenszeichen gegen die bis dahin übermächtigen Taliban zu setzen.
Im Zuge der Korruptionsaffäre innerhalb der FIFA wurden sowohl Verbandschef Sepp Blatter als auch UEFA-Chef Michel Platini für jeweils 90 Tage suspendiert.
Den November kann man durchaus als den schwarzen Monat im Jahr 2015 bezeichnen. In Paris kamen bei einem Terroranschlag, der auf verschiedene Orte verteilt war, insgesamt über 130 Menschen ums Leben und forderte weitere 350 Verletzte. In weiterer Folge wurde auch in Belgien die höchste Terrorrisikostufe ausgerufen, die U-Bahn stand für mehrere Tage still und auch mehrere nationale und internationale Sportveranstaltungen wurden abgesagt.
In sportlicher Hinsicht gelang dem Schwergewichtsboxer Tyson Fury historisches, indem er Wladimir Klitschko besiegte und ihm nach neun Jahren alle vier Titel abnahm.
Als Antwort auf die verheerenden Anschläge in Paris erteilte der Deutsche Bundestag im Dezember ein Mandat zur Aussendung von 1200 Bundeswehrsoldaten nach Syrien. Ansonsten verlief der Dezember im Vergleich mit dem restlichen Jahr verhältnismäßig ruhig. Hoffen wir nur, dass sich das auch so fortsetzt.
Bevor wir zum Schluss kommen, möchte ich noch die sehr informative Chronik erwähnen, die mir beim Jahresrückblick geholfen hat. Den Link dazu findet ihr anbei.
Ebenfalls möchte ich noch kurz meine persönliche Meinung zum scheidenden Jahr loswerden, die ich mir beim Verfassen dieses Textes bilden konnte: 2015 war in vielen Belangen ein wirklich schlimmes und trauriges Jahr in Sachen Kriege, Terror und Flüchtlinge. In der Hoffnung, dass 2016 in dieser Hinsicht besser wird, bedanke ich mich wie immer fürs Lesen und hoffe, euch auch beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen.
Teil 4 des Jahresrückblicks „Das Wrestlingjahr 2015 – von A wie Ambrose bis Z wie Zayn“ erscheint am 31. Dezember 2015.
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